Christian Lindner auf Sonderparteitag: "Hamburg ist schon fast eine Hochburg der FDP"
13. Februar 2011 - Mit Geschlossenheit hat die FDP Hamburg ihrem Sonderparteitag im Spiegelsaal des Elysee-Hotels die letzte Woche des Wahlkampfes mit einem Wahlaufruf eingeläutet. FDP-Generalsekretär Christian Lindner freute sich über gefestigte Umfragewerte: „Man könnte schon fast Hamburg als Hochburg der FDP ansehen.“
Lindner stellte klar, dass es einen Neustart in Hamburg nur mit der FDP gebe. „Die SPD, die Klarheit auf das Plakat schreibt, hat keine klaren Vorstellungen. Die CDU hat keine Gestaltungsoption in Hamburg, darum ist ihr Wahlkampf merkwürdig blutleer.“ Die Grünen hätten Versprechen gemacht wie das Nein zum Kraftwerk Moorburg, das dann nach der Wahl von einer grünen Senatorin genehmigt worden war. „Deshalb hat Henning Voscherau Recht, wenn er die Salon-Grünen jetzt in der Opposition sieht“, sagte Christian Lindner. „Katja Suding personalisiert das Wort Neustart. Jede Stimme für die Union ist eine verlorene Stimme. Die SPD darf keine Alleinherrschaft bekommen, darum geben Sie alle Stimmen der FDP.“
Die FDP-Spitzenkandidatin Katja Suding gab Generalsekretär Christian Lindner Recht. „Dass die GAL das erfolglose Bündnis mit der CDU platzen ließ, dafür, aber nur dafür kann man der GAL danken.“ Die Umfragen zurzeit seien gut. „Das ist schön zu spüren, dass unser kurzer Wahlkampf verstanden wird. Die FDP wird gebraucht und ist in Hamburg gewünscht“, sagte Katja Suding bei stehenden Ovationen. Sie bat um Zustimmung zum Wahlaufruf, mit seinen Kernthemen: familienfreundliches Hamburg, mehr Qualität in der Bildung, neben dem Hafen ein gestärkter Mittelstand, eine Wende in der Haushaltspolitik und eine ideologiefreie vernünftige Verkehrspolitik.
Landeslistenkandidat Dr. Kurt Duwe warb nach Katja Suding für den Wahlaufruf. Er sprach sich für mehr Kompetenzen in den Bezirken und mehr Bürgerbeteiligungen aus. Bildungsexpertin Anna von Treuenfels, ebenfalls Landeslistenkandidatin, warnte vor der Einheitsschule durch die Hintertür. „Mit uns wird der Volksentscheid 1:1 umgesetzt.“ Wirtschaftsexperte und Landeslistenkandidat Dr. Thomas-Sönke Kluth warf der SPD vor, dass sie nicht wisse, wie sie ihre Wahlgeschenke finanzieren soll. Die FDP werde genau darauf achten, dass der Schuldenberg nicht noch weiter wachse. Dr. Kluth hatte wie auch Katja Suding und Landesvorsitzender Rolf Salo das Engagement aller Wahlkämpfer bei Wind und Wetter gelobt. Hervorgehoben wurde auch der Rückhalt der beiden Hamburger FDP-Bundestagsabgeordneten Sylvia Canel und Burkhardt Müller-Sönksen. „Wir alle haben an einem Strang gezogen“, so Dr. Kluth, „und das in nur eine Richtung.“ Der Wahlaufruf wurde vom FDP-Sonderparteitag einstimmig beschlossen.
Fotos: Tilo Stolpe, Jan Paulick
