„System der Jugendhilfe gehört grundsätzlich in Frage gestellt“

08. Februar – Die Vorsitzende der FDP-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft Katja Suding sagt heute in der Aktuellen Stunde „Kinder in staatlicher Obhut“:

„Der Tod Chantals zeigt erneut auf schreckliche Art und Weise: Das System der Jugendhilfe versagt immer wieder ganz grundsätzlich.

Und deshalb müssen wir es ganz grundsätzlich in Frage stellen. Nicht nur mit Fragen nach der politischen und dienstlichen Verantwortung von leitenden oder vor Ort verantwortlichen Mitarbeitern. Sondern mit Fragen nach fehlerhaften Prozessen, nicht wahrgenommener Kontrolle und ausgebliebener Fürsorge. Drei Punkte muss der Senat aus Sicht der FDP-Fraktion klarer regeln: Die Kriterien, nach denen Pflegefamilien ausgesucht werden, müssen geschärft werden. Die Kontrolle der Träger der Jugendhilfe muss intensiviert werden. Und die Kapazität der bezirklichen Jugendämter muss im Zweifelsfall ausgeweitet werden, um diese Anforderungen erfüllen zu können.“